Unterbelichtete Fotos in schneereicher Umgebung

Beispiel Schneefoto
Blenden-Korrektur um +2/3 (simul.)

Wer schon einmal die Lieben im Schnee fotografiert hat, hat sicherlich schon erlebt, dass die Fotos durchweg etwas zu dunkel wiedergegeben werden.

Dies liegt daran, dass in den meisten Kameras eine flächen- deckende Messung des einfallenden Umgebungslichtes durch- geführt wird. Bei einer insgesamt sehr hellen (z.B. schneereichen) Umgebung wird viel mehr Licht (diffus) reflektiert als z.B. bei einem Sommertag mit grüner Wiese.

Die Folge: Die Kamera stellt die Belichtung so ein, dass ent- sprechend des Umgebungslichtet eine korrekte Belichtung vorliegt. Somit wird der Schnee so eingefangen, dass er korrekt belichtet wird, dass also noch Zeichnung vorhanden ist.

Eine Kamera (damals wie heute), kann jedoch nicht den Kon- trastumfang des menschlichen Sehens wiedergeben. Die Folge: Objekte, die wenig Licht zurückwerfen, werden dunkler dargestellt.

Abhilfe: Schauen Sie, ob Ihre Kamera eine relative Belichtungs- korrektur besitzt. Damit können Sie die Unterbelichtung, unab- hängig von der tatsächlichen Blende-/ Zeitkombination etwas anheben. Dadurch wird zwar der Schnee etwas überbelichtet, das fällt aber einem Betrachter i.d.R. weniger negativ auf, als zu dunkle Motive.

Setzt man sich jedoch zum Ziel, alle Objekte einer Szene korrekt darzustellen, empfielt es sich, den Schnee nicht überzubelichten. Die meisten Kameras haben nämlich mehr Reserve in den Tiefen als in den Höhen, so dass die dunklen Partien eines Bildes nachträglich noch am Computer aufgehellt werden können. Hier empfielt sich natürlich in erster Linie das Kamera-RAW-Format, das die aufgenommenen Daten unverändert abspeichert.